Viele Menschen spüren bereits intuitiv, dass wir mehr sind als nur unser physischer Körper. Vielleicht hast du schon einmal den Ausdruck gehört: „Die Energie im Raum war plötzlich ganz anders“ oder „Diese Person hat eine so warme Ausstrahlung“. In spirituellen Traditionen wird diese feinstoffliche Ebene oft als Aura beschrieben – ein Energiefeld, das unseren Körper durchdringt und über ihn hinausstrahlt.
Doch was genau ist die Aura eigentlich? Wie viele Schichten hat sie? Und kann man sie tatsächlich wahrnehmen oder ist sie nur ein Mythos? In diesem Artikel nehme ich dich mit in die faszinierende Welt der Auraschichten – zwischen spiritueller Lehre, persönlicher Wahrnehmung und moderner Perspektive.
Was ist die Aura?
In vielen spirituellen Traditionen wird die Aura als mehrschichtiges Energiefeld beschrieben, das den menschlichen Körper durchdringt und gleichzeitig umgibt. Wichtig dabei: Die Aura ist laut diesen Modellen nicht nur eine Hülle um den Körper. Vielmehr durchziehen die verschiedenen Energiekörper den gesamten physischen Körper und reichen unterschiedlich weit nach außen.
Man kann sich das vorstellen wie mehrere ineinanderliegende Felder – ähnlich einem Magnetfeld oder wie Wasser, das einen Schwamm durchdringt und gleichzeitig um ihn herum ist.
Die Aura ist demnach der Teil dieses Energiefeldes, der über den Körper hinaus sichtbar oder spürbar wird.
Die sieben Auraschichten
In der spirituellen Energiearbeit hat sich besonders ein Modell mit sieben Auraschichten verbreitet. Jede dieser Ebenen soll unterschiedliche Aspekte unseres Seins widerspiegeln. Die Folgende Auflistung bringt dir diese Schichten etwas näher, beginnend mit der Schicht, die unserem physischen Körper am nähsten ist.
1. Der Ätherkörper
Die erste und dichteste Schicht liegt direkt am physischen Körper und wird oft mit der Lebensenergie und körperlichen Vitalität verbunden. Viele Energetiker glauben, dass diese Schicht am leichtesten wahrnehmbar ist, weil der Ätherkörper die Auraschicht ist, die dem physischen Körper am nähsten ist. In vielen energetischen Traditionen wird er als eine Art energetischer Zwilling des Körpers beschrieben.
Er durchdringt den gesamten Körper und dehnt sich nur wenige Zentimeter darüber hinaus aus. Manche Energetiker sprechen auch davon, dass er den Energiefluss des Körpers organisiert. Wird dieser Energiefluss als harmonisch empfunden, fühlen wir uns oft vital, präsent und körperlich stabil. In der Energiearbeit gilt diese Schicht als besonders zugänglich, weshalb viele Wahrnehmungsübungen genau hier ansetzen. Interessant ist auch die Auffassung einiger Energetiker, dass der Ätherkörper eng mit dem Nervensystem und den Energiebahnen (Nadis oder Meridiane) verbunden sein soll.
2. Der Emotionalkörper
Die zweite Auraschicht wird häufig als Emotionalkörper bezeichnet. Hier sind unsere Gefühle und emotionalen Zustände gespeichert. Veränderungen in unserer Stimmung können sich in dieser Ebene besonders schnell zeigen. Viele spirituelle Lehren beschreiben diese Ebene als besonders beweglich und farbig, weil sich Emotionen schnell verändern können. Freude, Trauer, Wut oder Liebe sollen sich energetisch unterschiedlich ausdrücken.
In der energetischen Praxis wird dieser Körper oft mit Themen wie:
- emotionaler Balance
- Empathie
- emotionaler Verarbeitung
in Verbindung gebracht. Wenn Menschen von einer „schweren“ oder „leichten“ Energie sprechen, wird dies oft mit Veränderungen im Emotionalkörper erklärt.
3. Der Mentalkörper
Der Mentalkörper steht symbolisch für unsere Gedankenwelt, denn hier sollen sich unsere Überzeugungen, Denkmuster und inneren Dialoge widerspiegeln. Diese Schicht drückt unsere Gedanken, Überzeugungen und mentalen Muster aus.
Viele energetische Lehrer sehen diese Ebene als das Feld, in dem:
- Glaubenssätze entstehen
- mentale Muster wirken
- unsere innere Perspektive auf die Welt geformt wird
In diesem Zusammenhang wird häufig betont, dass Gedanken und Emotionen eng miteinander verbunden sind. Ein bestimmter Gedanke kann eine Emotion auslösen und umgekehrt. Energetisch betrachtet wird der Mentalkörper daher oft als strukturierter und ruhiger beschrieben als der Emotionalkörper.
4. Der Astralkörper
Die vierte Auraschicht wird meist als Astralkörper bezeichnet. Er wird häufig mit Beziehungen, Liebe und emotionalen Bindungen in Verbindung gebracht. In spirituellen Traditionen stellt diese Ebene mit zwischenmenschlichen Beziehungen und emotionalen Bindungen dar. Manche energetische Modelle beschreiben, dass hier energetische Verbindungen zwischen Menschen entstehen – zum Beispiel in Freundschaften, Partnerschaften oder familiären Beziehungen.
In der energetischen Arbeit wird dieser Bereich oft mit Themen wie:
- Liebe
- Nähe
- Verbundenheit
- Mitgefühl
assoziiert. Diese Ebene gilt als eine Art Brücke zwischen den persönlichen und den spirituelleren Ebenen der Aura.
5. Die ätherische Blaupause
Manche spirituelle Schulen sehen diese Ebene als eine Art energetischen Bauplan des Körpers. Die fünfte Auraschicht wird daher häufig als ätherische Blaupause bezeichnet. In einigen spirituellen Traditionen wird angenommen, dass diese Ebene eine strukturierende Funktion hat, ähnlich einer Vorlage, an der sich die unteren Ebenen orientieren. Energetische Praktiker arbeiten in dieser Schicht manchmal mit Visualisierung oder energetischer Harmonisierung, um den Energiefluss im System zu stabilisieren.
6. Der himmlische Körper
Der himmlische Körper wird oft mit tiefer spiritueller Erfahrung, Intuition und Inspiration in Verbindung gebracht und hier wird auch die spirituelle Wahrnehmung verortet.
Viele Menschen berichten in Meditation, Gebet oder tiefen Bewusstseinszuständen von einem Gefühl von:
- innerem Frieden
- Verbundenheit mit etwas Größerem
- tiefer Klarheit
In der spirituellen Symbolik wird diese Ebene häufig als der Bereich beschrieben, in dem Herzbewusstsein und spirituelle Einsicht zusammenkommen.
7. Der Kausalkörper
Die äußerste Schicht unserer Aura wird oft auch mit dem höheren Bewusstsein oder der Verbindung zur Seele beschrieben und wird daher auch als Kausalkörper oder spiritueller Körper bezeichnet. Sie wird in vielen spirituellen Lehren als die Ebene verstanden, die uns mit einem größeren Bewusstsein oder dem sogenannten höheren Selbst verbindet.
Manche Traditionen sehen hier den Ort, an dem sich:
- Lebenssinn
- spirituelle Entwicklung
- tiefe Bewusstseinsebenen
manifestieren. Diese Ebene soll sich am weitesten über den Körper hinaus ausdehnen und das gesamte Energiefeld umhüllen.
Alle diese 7 Schichten durchdringen sich gegenseitig und bilden gemeinsam unser gesamtes Energiefeld.

Was sagt die Forschung heute über Aura und Biofeld?
Auch wenn die klassischen 7 Auraschichten in der modernen Naturwissenschaft bisher nicht als festes Modell bestätigt wurden, gibt es inzwischen ein spannendes Forschungsfeld, das erstaunlich gut an spirituelle Vorstellungen anschließt: die Biofield Science.
Dieses Forschungsgebiet untersucht messbare Felder und Regulationssysteme lebender Organismen und versucht zu verstehen, wie elektrische, magnetische, lichtbasierte und möglicherweise noch subtilere Informationsfelder im Körper zusammenwirken.
Besonders spannend ist dabei: Der menschliche Körper erzeugt tatsächlich kontinuierlich elektromagnetische Aktivität.
Dazu gehören unter anderem:
- elektrische Signale des Gehirns
- das starke Magnetfeld des Herzens
- Zellkommunikation über elektrische Spannungen
- biophotonische Lichtemissionen von Zellen
- bioelektrische Informationsprozesse im Gewebe
Aus ganzheitlicher Sicht sehen viele Forscher darin zumindest eine wissenschaftlich greifbare Basis dessen, was spirituelle Traditionen seit Jahrhunderten als Energiefeld oder Aura beschreiben.
Wissenschaftlich spricht man hier zwar eher von Biofeld, Bioelektromagnetismus oder Regulationsfeldern, doch die Idee eines den Körper durchdringenden und umgebenden Feldes ist damit keineswegs abwegig.
Aura-Forschung zwischen Bildgebung und Energiemustern
Besonders faszinierend ist die Entwicklung moderner Biofeld-Bildgebung.
Aus der klassischen Kirlian Photography entstanden später Verfahren wie:
- GDV (Gas Discharge Visualization)
- EPI (Electrophotonic Imaging)
- moderne Biofield-Imaging-Systeme
Diese Technologien analysieren Licht- und Entladungsmuster, die unter bestimmten elektrischen Bedingungen an Hautoberflächen – meist an den Fingerspitzen – sichtbar werden. Neuere Reviews zeigen, dass diese Verfahren inzwischen mit Bildverarbeitung, Mustererkennung und KI-Analyse untersucht werden, etwa zur Stressforschung, zum vegetativen Nervensystem oder zur emotionalen Regulation.
Das ist besonders spannend für die Aura-Arbeit, weil viele Praktiker seit langem davon ausgehen, dass sich emotionale Zustände, innere Spannungen und energetische Blockaden im Feld abzeichnen.
Die Forschung ist hier noch jung, aber sie bewegt sich zunehmend weg von der reinen Frage „Gibt es Aura – ja oder nein?“ hin zu:
Welche feinen Muster des menschlichen Energiefeldes lassen sich tatsächlich sichtbar und auswertbar machen?
Kirlian-Fotografie – mehr als nur Mythos
Die klassische Kirlian-Fotografie wurde lange vorschnell als bloße elektrische Koronaentladung erklärt. Das stimmt physikalisch zwar – und dennoch ist die Geschichte spannender.
Denn genau diese Koronaentladungen reagieren sehr sensibel auf Faktoren wie:
- Hautfeuchtigkeit
- Stressniveau
- Druck
- Leitfähigkeit
- Temperatur
- autonome Nervensystemaktivität
Dadurch entstehen individuelle Muster, die sich bei emotionaler Belastung, Entspannung oder körperlichen Veränderungen messbar verändern können. Genau deshalb wird die Methode in erweiterten Formen bis heute in Biofeld- und Stressforschung eingesetzt.
Aus spiritueller Perspektive könnte man sagen:
Auch wenn die Kamera vielleicht nicht „die Aura“ im klassischen esoterischen Sinn fotografiert, zeigt sie dennoch sichtbare Ausdrucksformen unseres energetischen Zustands.
Das macht sie zu einer spannenden Schnittstelle zwischen Wissenschaft und intuitiver Wahrnehmung.
Vielleicht beschreibt die spirituelle Sprache mit Begriffen wie Aura, Energiekörper oder Ausstrahlung etwas, das die Wissenschaft heute eher mit Worten wie
- Biofeld
- elektromagnetische Regulation
- Informationsfeld
- Zellkommunikation
- Photonenemission
umschreibt. Die Begriffe unterscheiden sich – doch die Grundidee ist ähnlich:
Der Mensch ist mehr als reine Materie und steht in einem ständigen Feld aus Information, Resonanz und Wechselwirkung.
Gerade deshalb empfinden viele Menschen die Aura nicht nur als spirituelles Konzept, sondern als stimmiges Erfahrungsmodell für das, was sie intuitiv wahrnehmen.
Weitere Modelle der Aura – kurz zusammengefasst
Auch wenn heute vor allem das 7-Schichten-Modell verbreitet ist – nicht zuletzt, weil es sich wunderbar mit den 7 Chakren verbinden lässt und in moderner Energiearbeit sehr anschaulich geworden ist – gibt es historisch und spirituell noch weitere Modelle mit unterschiedlicher Anzahl von Ebenen.
Tatsächlich sind einige davon sogar deutlich älter als das heute bekannte 7er-Modell.
- 3 Schichten:
Eines der ältesten Modelle aus östlichen und später westlich-esoterischen Lehren. Es unterscheidet meist zwischen physischem, subtilem (astralem) und kausalem Körper und war besonders in frühen spirituellen Philosophien verbreitet. - 4 Schichten:
Dieses Modell wurde vor allem durch theosophische und westlich-esoterische Schulen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts populär. Es arbeitet häufig mit ätherischer, emotionaler, mentaler und kausaler Ebene. - 5 Schichten (Koshas):
Historisch eines der ältesten bekannten Modelle aus der vedischen Philosophie Indiens. Die 5 Koshas beschreiben den Menschen als fünf Hüllen – vom physischen Körper bis zur spirituellen Glückseligkeit. - 9 Schichten:
Einige mystische und moderne spirituelle Systeme erweitern das klassische Modell um zusätzliche Ebenen für Seelenentwicklung und Bewusstsein. - 12 oder mehr Schichten:
Vor allem in moderner New-Age-Spiritualität verbreitet. Diese Modelle beziehen oft multidimensionales Bewusstsein, höhere Frequenzen und Seelenebenen mit ein.
Unabhängig von der Anzahl der Ebenen bleibt die Grundidee ähnlich: Der Mensch wird als mehrdimensionales Wesen aus Körper, Emotion, Geist und Bewusstsein verstanden.
Auraarbeit – was dabei eigentlich passiert
In der energetischen Praxis sprechen viele Heiler und Energetiker von Auraarbeit. Dabei geht es weniger darum, etwas „Magisches“ zu sehen, sondern vielmehr darum, Energie wahrzunehmen, zu harmonisieren und wieder in Fluss zu bringen. Grundsätzlich ist jeder Mensch in der Lage, Energien wahrzunehmen und damit zu arbeiten. Für feinfühlige, spürige oder sensible Menschen, kann dies manchmal einfacher sein, doch generell ist diese Fähigkeit ebenso trainierbar wie ein Musikinstrument zu spielen oder künstlerisch tätig zu sein. Humanenergetiker haben gelernt, wie sie Energien wahrnehmen können und damit arbeiten.
Je nach Methode können bei der Auraarbeit zum Beispiel folgende Dinge geschehen:
- energetische Blockaden wahrnehmen
- stagnierende Energie lösen
- die Aura reinigen oder ausgleichen
- die Verbindung zwischen Körper, Emotionen und Gedanken harmonisieren
- das Energiefeld stärken
Viele Menschen berichten nach solchen Sitzungen von mehr innerer Ruhe, Klarheit oder einem Gefühl von „Leichtigkeit“.
Auch ich habe die Humanenergetik erlernt und arbeite im Rahmen meiner energetischen Begleitungen mit Aura- und Energiearbeit, um Menschen dabei zu unterstützen, wieder mehr Balance in ihr Energiefeld zu bringen.
Wenn du tiefer in dein eigenes Energiefeld eintauchen möchtest oder energetisch optimieren möchtest (auch auf Distanz möglich):
In meinen Sitzungen arbeite ich auch mit Aura- und Energiearbeit, um Blockaden zu lösen und dein System wieder in Balance zu bringen. Mehr dazu findest du auf meinem Blog und in meinen Angeboten bei Seelen-Zucker.
Kleine Wahrnehmungsübung: Kannst du die Aura spüren?
Auch wenn man sie nicht unbedingt sieht, berichten viele Menschen, dass sich das Energiefeld des Körpers fühlen lässt, zum Beispiel durch ein leichtes Kribbeln, ein Gefühl von Wärme oder manchmal auch Kälte, einer Art energetischem Druck oder magnetischen Widerstand. Eine einfache Wahrnehmungsübung kann dir helfen, deine Sensibilität dafür zu entdecken.
Übung zum Spüren des Energiefeldes
- Reibe deine Hände etwa 20 Sekunden kräftig aneinander.
- Halte deine Handflächen anschließend in einem Abstand von etwa 10–15 cm gegenüber.
- Bewege sie langsam näher zusammen und wieder auseinander.
- Achte auf deine Empfindungen. Kannst du einige von den oben genannten Wahrnehmungen bemerken?
In der Energiearbeit wird dies oft als Wahrnehmung des Ätherkörpers oder Energiefeldes interpretiert. Spannend ist die Erfahrung sicherlich und sie kann helfen, die eigene Wahrnehmung feiner werden zu lassen.
Fazit: Die Aura als Brücke zwischen Körper und Bewusstsein
Ob wir es Aura, Biofeld oder feine Ausstrahlung nennen, auch immer mehr Forschungsansätze deuten darauf hin, dass der Mensch von subtilen, dynamischen Feldern durchzogen ist, die weit über rein mechanische Körperprozesse hinausgehen. Vielleicht liegt die Wahrheit nicht im Entweder-oder, sondern genau in der Verbindung von moderner Forschung und feiner innerer Wahrnehmung.
Jedem von uns steht es frei, eine eigene Wahrnehmung für sich davon zu entwickeln – unabhängig davon ob wir die Aura nun als reales Energiefeld, als spirituelles Modell oder als intuitive Wahrnehmung verstehen. Sie lädt uns dazu ein, uns selbst ganzheitlicher zu betrachten.
Denn wir bestehen nicht nur aus Körper, sondern auch aus Gedanken, Emotionen und Bewusstsein. Die Vorstellung der Aura kann ein schönes Bild dafür sein, wie all diese Ebenen miteinander verbunden sind. Vielleicht ist die spannendste Frage am Ende nicht, ob die Aura existiert, sondern:
Wie bewusst nehmen wir eigentlich die Energie wahr, die wir selbst in die Welt tragen?

